Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen konnte die Klasse 2 b mit ihrer Klassenlehrerin Frau Braun sowie Herrn Kratz, Linas Papa, Richtung Wald aufbrechen. Dort wurden sie schon von ihrer Waldpädagogin vom „Forstamt Landkreis Karlsruhe“ Frau Schirmer erwartet, die den Vormittag mit den Kindern gestaltete. Im Rahmen des Jahreszeitenprogrammes wurden dieses Mal passend zum Thema Frühling und dem unüberhörbaren Gezwitscher im Wald die Vögel thematisiert.
Zunächst ging es zum ausgewählten Platz im Wald. Am Rastplatz, dem sogenannten Waldsofa, wurde eine kurze Vesperpause eingelegt. Anschließend startete das Programm mit dem Kennenlernen einheimischer Vögel, ihrer Gesänge und Lebensgewohnheiten. Immer zwei Kinder bildeten ein Vogelpaar und mussten mithilfe ihres jeweiligen Vogelgesangs zueinander finden. So hörte man beispielsweise die Kohlmeise mit ihrem „zizidäh“, die Amsel mit ihrem „tü rü lü“ oder den Buchfink mit seinem „dumdi dah“.
Im nächsten Schritt bauten die Vogelpaare gut gepolsterte Nester aus Ästen, Zweigen, Moos und Blättern. In diese Nester wurden jeweils zwei Eier und ein Küken gelegt, die die Kinder ausbrüten, bewachen und füttern sollten. Während sie abwechselnd auf Futtersuche gingen, trieben – ganz wie in der Natur – ein Marder und ein Kuckuck (gespielt von den Erwachsenen) ihr Unwesen. Sie versuchten, Eier zu stehlen oder den Vögeln eigene Eier unterzuschieben. Manche Vogelpaare waren sehr aufmerksam und gut eingespielt, doch bei einigen Nestern fehlte am Ende tatsächlich ein Ei oder es lagen zu viele darin.

Nachdem noch das Aussehen und die Farbe der verschiedenen Vogeleier besprochen wurden, war Zeit für das Freispiel. Einige Kinder spielten in dieser Zeit in ihren Nestern als Vogelfamilien weiter. Andere streiften durch den Wald und wieder andere bauten mit Ästen und Zweigen neue Behausungen und kleine Brücken.
Den Abschluss bildete ein kleines Spiel zum Eichelhäher, dem „Polizisten des Waldes“. Er warnte die Waldtiere vor einem Spaziergänger, so dass sich viele Tiere noch in einem Versteck in Sicherheit bringen konnten, bevor der Störenfried bei den Tieren angelangt war.
Am Ende waren sich alle einig: Es war wieder ein interessanter, lehrreicher und viel zu kurzer Tag im Wald. Ein herzlicher Dank geht an die Waldpädagogin Frau Schirmer sowie an den begleitenden Papa Herrn Kratz für ihre Unterstützung.
